Dienstag, 29. August 2017

Ein Stern am Sommerhimmel von Elin Hilderbrand [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Deacon Thorpe, berühmter Sternekoch und charismatischer Lebemann, erliegt im Sommerhaus der Familie auf Nantucket völlig überraschend einem Herzinfarkt. Die drei wichtigsten Frauen in Deacons Leben, seine Kinder und seine engsten Vertrauten kommen auf der Insel zusammen, um Abschied zu nehmen. Die ungleichen Frauen waren stets Konkurrentinnen, mit dem Ehrgeiz, den ersten Platz in Deacons Leben und in seinem Herzen zu erobern. Und so dauert es nicht lange, bis Geheimnisse offenbart werden und alte Feindschaften zutage treten. Doch dieser schicksalhafte Sommer hält für alle eine Überraschung parat ...
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Elin Hilderbrand hat ihre besten Ideen am Strand oder in den belebten Straßen von Boston. Sie hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie auf Nantucket, Massachusetts, wo auch ihre Geschichten spielen. Ihre Bücher stehen regelmäßig in den Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste.
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Der neue Sommerroman von Elin Hilderbrand erstreckt sich über ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Dienstag und spielt, wie all ihre Bücher, auf der Insel Nantucket.
Deacon Thorpe, ein berühmter Sterne- und Fernsehkoch, ist im Sommerhaus auf Nantucket plötzlich verstorben. Seinen besten Freund Buck, der auch sein Agent war, hat er als Testamentsvollstrecker eingesetzt.
Buck muss nun die Familie zusammen holen, denn Deacons Wunsch war es, dass seine Asche vor Nantucket im Meer verstreut wird.
Und Familie gibt es reichlich. Da ist seine erste Frau Laurel Thorpe und der Sohn Hayes, seine zweite Frau Belinda Rowe, eine berühmte Schauspielerin, und die adoptierte Tochter Angi sowie die dritte Frau Scarlett Oliver und die Tochter Ellery. Belinda hatte einst Laurel den Mann ausgespannt und ebenso Scarlett dann später Belinda, bei der sie als Kindermädchen für Angi gearbeitet hatte.
Logischerweise sind die drei Frauen nicht gerade Freundinnen. Aber sie müssen nun miteinander reden und sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass Deacon ihnen das von allen geliebte Sommerhaus auf Nantucket je zu einem Drittel hinterlassen hat. Das Haus ist allerdings mit hohen Hypotheken belastet und wird in zwei Wochen der Bank gehören, wenn die Schulden nicht bezahlt werden.
Die einzige, die sich leisten könnte, das Haus zu retten, ist Belinda.
Die Konflikte und Auseinandersetzungen sind also vorprogrammiert, wenn alle im Haus zusammen treffen.

Die ganze Geschichte ist geprägt von Emotionen, Vergangenheitsbewältigung und dem Auseinandersetzen mit der aktuellen Situation.
Die Autorin hat sehr unterschiedliche Protagonistinnen geschaffen, von denen mir Laurel noch am sympathischsten war. Sie ist warmherzig und bodenständig und kommt noch am besten mit ihren Nachfolgerinnen klar. Belinda, die Schauspielerin, ist sehr von sich eingenommen und Scarlett ist geldgierig und eingebildet. Die Story wird aus der Sicht der einzelnen Figuren erzählt, die kapitelweise wechseln. Dazwischen gibt es insgesamt fünfmal ein Intermezzo, das jeweils Rückblicke in die Geschichte von Deacon und den einzelnen Ehefrauen bietet. So erfährt man nach und nach alle Zusammenhänge in der Geschichte der Familie Thorpe.
Jeder der Protagonisten bringt zu dem Wochenende auf Nantucket neben der Trauer auch noch persönliche Sorgen und Probleme mit. Und so erleben wir, wie sich alle mit vielerlei Dingen auseinandersetzen, die Vergangenheit aufarbeiten und sich zuletzt aber auch miteinander arrangieren.

Die schöne sommerliche Atmosphäre der Insel Nantucket gibt dem Roman eine gewisse Leichtigkeit. Auch wenn die einzelnen Themen eher ernst sind und viel Melancholie herrscht, fehlt es nicht an amüsanten Momenten.
Es hat mir Freude gemacht, die Familie über das Wochenende und bei der Bewältigung ihrer Konflikte zu begleiten und gleichzeitig die Geschichte dieser Menschen zu erfahren. Vor allem war ich gespannt, wie sich am Ende alles für sie entwickeln würde.
Dabei war zwar manches etwas vorhersehbar, aber die Autorin hat die Geschichte für alle zu einem runden Ende geführt.
Diese ruhige Familiengeschichte bietet schöne sommerliche Lesestunden!


Fazit: 4 von 5 Sternen






 
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442486343
ISBN-13: 978-3442486342
Originaltitel: Here's to Us
Übersetzung: Almuth Carstens 


 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2215 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. Februar 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch




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Kommentare:

  1. Hallo Conny, ich glaube Dein aktuelles Buch würde mich auch erfreuen. Ich höre grad Halali von Ingrid Noll. Es spielt im Bonn der Fünfziger Jahre und ich muss laufend an Dich und Deinen Blog dabei denken und lächeln,,,,Kennst Du Buch oder CD ?
    Einen schönen Restabend für Dich und Deinen Mann,,,

    Angela

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    1. Hallo Angela,
      ja, "Die Oleanderschwestern" würden Dir sicher auch gefallen. Darin geht es sehr viel um Gärten und Pflanzen und dazu gibt es noch ein Familiengeheimnis. Gefällt mir gut!

      Das Buch von Ingrid Noll kenne ich noch nicht. Habe es mir aber gerade mal angeschaut und auf meine Wunschliste gesetzt. Klingt spannend und wenn es dazu noch in Bonn spielt, muss ich es ja eigentlich lesen :)

      Liebe Grüße
      Conny

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    2. Guten morgen Conny, eben habe ich *Die Oleanderschwestern* angefordert. Ich bin gespannt, ob ich es bekomme. Danke für den Tip!
      Hab einen angenehmen Tag im Büro, hoffentlich nicht zu heiss,,,,
      Angela

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    3. Hallo Angela,
      ich habe vom Bloggerportal ein Leseexemplar bekommen. Das sieht von der Ausstattung her noch ein bisschen anders aus. Vielleicht haben sie ja noch welche davon. Ich drücke Dir dieDaumen!

      Im Büro war es heute erträglich. Wir haben eine "Bodenkühlung" die für einigermaßen angenehme Temperaturen sorgt.

      Liebe Grüße
      Conny

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